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Bleirohre erkennen und sanieren in Chemnitz

Aktualisiert am 02.09.2026 · Rohrreinigung Chemnitz

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Kurzantwort: Bleirohre kommen in Gebäuden vor 1973 vor und geben gesundheitsschädliches Blei ans Trinkwasser ab. Erkennen Sie diese Rohre an ihrer silbrig-grauen, matten Oberfläche und dem weichen Material. Austausch ist Pflicht - und in der Regel Sache des Eigentümers.

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Warum sind Bleirohre ein Problem?

Bis in die 1970er Jahre wurden in Deutschland Trinkwasserleitungen häufig aus Blei hergestellt. Blei löst sich langsam im Wasser und kann sich im Körper anreichern. Besonders gefährdet sind Kinder und Schwangere, da Blei das Nervensystem und die Gehirnentwicklung schädigt. Seit 2021 gilt in der Trinkwasserverordnung ein Grenzwert von 5 Mikrogramm pro Liter - Bleirohre überschreiten diesen Wert häufig und müssen ausgetauscht werden.

Wo kommen Bleirohre vor?

In Chemnitz gibt es Gebäude aus der Gründerzeit, der Weimarer Republik und der frühen DDR-Ära, in denen noch Bleizuleitungen existieren können. Betroffen sind vor allem die Verbindungen zwischen dem Hauptrohr in der Wand und dem Entnahmeventil - also die letzten Meter vor dem Wasserhahn.

Bleirohre erkennen

Sichtprüfung

Bleirohre sind silbrig-grau und haben eine matte Oberfläche. Im Gegensatz zu Kupferrohren (rötlich-braun) oder modernen Kunststoffrohren sind Bleirohre leicht biegbar - Sie können sie mit dem Fingernagel eindrücken. Auch typisch: die charakteristischen Rohrverbindungen mit Muffen und Verbleiungen an den Übergängen.

Wassertest

Ein Wassertest gibt Sicherheit. Dafür wird eine Probe des Morgenwassers - also Wasser, das mindestens vier Stunden gestanden hat - von einem akkreditierten Labor analysiert. In Chemnitz bieten das Gesundheitsamt und private Labore solche Tests an. Kosten: 30 bis 80 Euro.

Gesundheitsrisiko einschätzen

Solange Bleirohre im Haus vorhanden sind, empfiehlt das Umweltbundesamt:

  • Das Leitungswasser morgens vor dem Trinken oder Kochen mindestens zwei Minuten ablaufen lassen
  • Kein stehendes Wasser aus Bleileitungen für Säuglingsnahrung oder Kindertrunk verwenden
  • Keine Filter verwenden, die Blei nur verzögert, aber nicht vollständig entfernen

Sanierungsoptionen

Vollständiger Rohraustausch

Die sicherste und dauerhafteste Lösung ist der vollständige Austausch aller Bleileitungen gegen Kupfer- oder Kunststoffrohre (PE-X, PP). Das erfordert in der Regel das Öffnen von Wänden und Böden, ist aber unumgänglich, wenn der gesetzliche Grenzwert dauerhaft eingehalten werden soll.

Grabenlose Innensanierung

In manchen Fällen ist eine Innenbeschichtung oder eine Reliningmaßnahme möglich. Diese Verfahren versiegeln die Rohrinnenfläche und reduzieren den Bleiabgabegrad erheblich. Sie gelten aber nicht überall als vollwertiger Ersatz für den Rohraustausch - klären Sie das mit dem zuständigen Gesundheitsamt ab.

Wer trägt die Kosten?

Der Eigentümer des Gebäudes ist verpflichtet, Bleileitungen zu sanieren. Mieter können vom Vermieter verlangen, dass die Leitungen ausgetauscht werden, wenn ein Grenzwertüberschreitung nachgewiesen ist. Sprechen Sie dazu das Gesundheitsamt in Chemnitz an, das auch beratend tätig ist.

Fazit

Bleirohre in Chemnitzer Altbauten sind keine Seltenheit und ein ernstes Gesundheitsthema. Ein einfacher Wassertest schafft Klarheit. Wer Bleirohre hat, sollte umgehend mit dem Eigentümer und dem Gesundheitsamt sprechen und auf einen raschen Austausch drängen.

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